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16.02.2026

Beate und Werner als Volunteers in Nateete

Beate und Werner als Volunteers in Nateete

Werner als Elektroingenieur und ich als gelernte Krankenschwester waren sehr gespannt und voller Vorfreude als wir dort ankamen. Wir wurden sehr herzlich von Bridget , der guten Seele von Nateete, empfangen und noch am selben Tag überall herumgeführt. Am Montag ging es dann direkt los. Mit Schulbeginn hat mein Wochenplan gut funktioniert und ich wusste immer wo mein Einsatzgebiet ist. Bei Werner war es etwas holpriger. Er wurde zunächst überall da eingesetzt wo gerade sein elektrisches Fachwissen gebraucht wurde. Und das war überall!

Beide mussten wir uns auch erst einmal an die anderen Lebensumstände gewöhnen: das Klima, das ungewohnte Essen, was ist wo, wie ist der übliche Arbeitsablauf, wer ist für was zuständig und nicht zuletzt an die-für uns ungewohnte englische Aussprache. Ich war abwechselnd in den Primary Schulen und Kindergärten in Nateete und Kamusenene eingesetzt, sowie in der Sick Bay bei Nurse Robert und ich war auch mit den Sozialarbeitern im Außendienst. Meine Haupttätigkeit bezog sich auf Hygienemaßnahmen, auf Ausstatten der 1. Hilfe Kästen, auf Unterstützung und Schulung bei der Medikamentengabe, Leseförderung in der Schule und Unterstützung der Lehrer in Schule und Kindergarten. Sowohl physisch als auch psychisch oft sehr anstrengend, aber das Miteinander mit den immer freundlichen, herzlichen und großzügigen Menschen hat vieles wieder wettgemacht.

Gerade im Außendienst hat man viel Armut gesehen: z.B. Familien in Lehmhütten mit vielen Kindern die nicht einmal eine Matratze zum schlafen haben. Dank einiger Freunde aus Deutschland und Österreich und deren Spenden, konnten in einer Spontanaktion 17 Matratzen an bedürftige Familien ausgeliefert werden.

Werner hatte sich sehr auf das Unterrichten der Jugendlichen gefreut und sich schon zu Hause darauf umfassend vorbereitet. Zunächst stieß er jedoch überall auf Missstände die z.T. sogar gefährlich waren: ausgeleierte Steckdosen, nicht abgesicherte Leitungen und provisorisch zusammengefügte Kabel. Gearbeitet wurde nach dem Prinzip: Wer am lautesten ruft bekommt zuerst die Reparatur. Somit war nicht nur sein Fachwissen sondern auch die Organisation der Arbeit gefragt.Mit TO DO Listen nach Priorität wurden die Arbeiten nun erledigt und Anfang/Mitte Oktober konnte er endlich mit dem Unterricht der Schüler aus der Secundary Schule beginnen. Hinzu kam die Ausbildung zweier Elektro-Lehrlinge  die nach seiner Abreise die Arbeit dort fortführen sollten. Mit einfachen Mitteln und Sonnenenergie hat Werner auch eine Warmwasser Bereitung gebaut, was bei allen Kindern und Jugendlichen zu großer Verwunderung und Neugier führte.

Es gab viel zu tun, die Arbeit hat uns sehr gefordert, aber auch sehr viel Freude bereitet. Und uns ist bewußt geworden wieviel besser es den Kindern geht die von ACFC unterstützt werden und welch ein Segen die Schulen von ACFC für ganz Zentral Uganda sind.

Wir sind froh, das wir uns für diesen Einsatz entschieden haben. Ich denke wir werden uns noch sehr lange an diese Zeit erinnern und würden uns freuen und wir hoffen, daß man sich auch an uns und unsere Arbeit und Ratschläge erinnert. Wir erinnern uns vor allem an die liebenswerten, fröhlichen und niemals unfreundlichen Menschen. Menschen die trotz aller Armut doch meist glücklich und fröhlich sind. Diese Erinnerung an diese zufriedenen Menschen und deren Lebensweise haben wir mitgenommen in unsere vom Überfluss geprägte Lebensweise hier in Europa.

Nach Abschluss unserer Tätigkeit bei ACFC haben wir noch eine 32tägige Rundreise durch Uganda gemacht um das Land, die Tierwelt und die Menschen besser kennen zu lernen. Auch das war eine großartige Zeit!